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In jedem Fall der richtige Zug!

Ehevertrag - Wichtige Fragen bereits im Vorfeld klären - Rechtsanwalt Dubrowsky aus Rastatt

Ein Ehevertrag ist eine gute Möglichkeit, für die Ehe bzw. ihre Auflösung wichtige Fragestellung bereits im Vorfeld zu klären. Unangenehme Streitigkeiten über Vermögen, Kinder und Unterhalt, sowie Gerichtsprozesse können auf diese Weise vermieden werden. In einigen Einzelfällen können die gesetzlichen Regelungen für die Eheleute, zum Beispiel bei der Frage eines Zugewinnausgleich, eine hinreichende Stütze bieten. In anderen Fällen sind die gesetzlichen Bestimmungen jedoch nicht ausreichend und bedürfen daher einer entsprechenden Modifizierung.

Wenn Sie demnächst heiraten möchten oder bereits verheiratet sind und über einen Ehevertrag nachdenken, so lassen Sie sich gerne von einem auf dem Gebiet des Familienrechts tätigen Anwalt beraten.

Alles geregelt - Rechtssicherheit durch einen Ehevertrag schaffen

Formale Voraussetzungen eines Ehevertrages

Zur Gültigkeit bedarf der Vertrag der notariell beurkundeten Form, § 1410 BGB. Ein Ehevertrag kann nur unter Anwesenheit beider Ehepartner geschlossen werden. Der Güterstand und weitere Regelungsbereiche können auch während der Ehe noch angepasst werden, § 1408 I BGB. Auf Verlangen kann der Notar beglaubigte Kopien der Urkunde an die Ehepartner aushändigen. Eine weitere Kopie kann bei Verwandten oder dem Notar hinterlegt werden.

Was kann im Ehevertrag geregelt werden?

In einem Ehevertrag können unterschiedliche Problemstellungen geregelt werden. Da der gesetzliche Güterstand die sogenannte Zugewinngemeinschaft ist und im Falle einer Scheidung ein sogenannter Zugewinnausgleich stattfindet, greifen vor allem vermögende Unternehmer/innen oder Selbstständige auf einen Ehevertrag zurück, um ihr Vermögen zu schützen. Häufig wird die modifizierte Zugewinngemeinschaft, wonach der Zugewinnausgleich entfällt, vereinbart. So kann ein Unternehmer, der unter Umständen zu hohen Ausgleichszahlungen verpflichtet wäre, sein Unternehmen vor einer auf diesen Zahlungen beruhenden Insolvenz bewahren. Daneben kann ein Ausschluss von etwaigen Unterhaltsansprüchen oder des Ausgleichs von Rentenanwartschaftsansprüchen (Versorgungsausgleich) vorgenommen werden. Regelbar ist zudem zwar nicht das Sorgerecht an sich, jedoch das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die gemeinsamen Kinder.

Sinnvoll ist der eheliche Vertrag darüber hinaus auch dann, wenn die Ehepartner unterschiedliche Staatsangehörigkeiten besitzen. Dann können sie etwa vertraglich vereinbaren, welches Familiengericht für eine eventuelle Scheidung zuständig sein soll und welches nationale Recht auf ihre Ehe Anwendung finden soll.

Nicht in allen Fällen führt ein solcher Vertrag jedoch zu gerechten Ergebnissen. Gerade wenn vergleichsweise niedrige Vermögensmassen am Anfang der Ehe eingebracht werden, die Eheleute noch beruflich am Beginn ihrer Karriere stehen, ähnliche Einkommenshöhen vorliegen und Kinder geplant sind, können die gesetzlichen Regelungen zur Zugewinngemeinschaft empfehlenswert sein. Hierdurch wird der Partner geschützt, welcher sich während der Ehe zum großen Teil um die gemeinsamen Kinder gekümmert hat und daher wenig Vermögen erwirtschaftet hat. Es sollte daran gedacht werden, dass die Vermögensmehrung in einer Ehe eine Gemeinschaftsleistung ist.

Sollten Sie über die Anfertigung eines Ehevertrages nachdenken und hierzu Fragen haben, zögern Sie nicht sich gerne mit uns in Verbindung zu setzen.