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In jedem Fall der richtige Zug!

Zugewinnausgleich - Finanzielle Gleichstellung der Ehepartner nach der Scheidung - Rechtsanwalt Dubrowsky aus Rastatt

Zugewinnausgleich - Finanzielle Gleichstellung der Ehepartner nach der Scheidung

Durch den Zugewinnausgleich soll sichergestellt werden, dass beide Partner gleichermaßen an der wirtschaftlichen Entwicklung der Ehe teilhaben.

Eine Scheidung endet schnell in einem Rosenkrieg und keiner gönnt dem anderen etwas. Um dies zu verhindern und alle Zugewinnausgleichsansprüche geltend zu machen, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an unsere Kanzlei.

Zugewinn ausgleichen - Wann passiert dies?

In einem Ehevertrag kann grundsätzlich vereinbart werden, was mit dem Vermögen der Eheleute im Falle einer Scheidung passieren soll. Daneben kann auch eine Gütertrennung durch notariellen Vertrag beschlossen werden. Haben die Ehepartner keine Absprache getroffen, so tritt ab dem Zeitpunkt der Eheschließung automatisch der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft ein, §§ 1363 ff. BGB.

Hierbei wird das Vermögen des einen Ehegatten nicht zum Vermögen des anderen Teils, § 1363 II BGB. Vielmehr verbleibt das jeweilige Vermögen bei jedem Ehepartner. Kommt es zu einer Scheidung wird jedoch der sogenannte Zugewinnausgleich durchgeführt. Dadurch kann jeder Ehegatte sein eigenes Vermögen - zu welchem nicht nur Geld als solches, sondern auch Immobilien oder bewegliche Sachen (wie Autos) zählen - selber verwalten, § 1364 BGB. Schulden des einen Partners werden nicht per se zu den Schulden des anderen Ehepartners. Von der Vermögenstrennung gibt es jedoch Ausnahmen wie etwa das Verbot, über das Vermögen im Ganzen zu verfügen, § 1365 BGB. Ein Ehegatte kann also etwa nicht sein einziges Haus verkaufen in dem beide Ehegatten leben, wenn dieses den einzigen Vermögensgegenstand der Eheleute darstellt.

Wie wird der Zugewinnausgleich ermittelt?

Im Falle der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft dürfen die Ehegatten bei einer Scheidung nicht einfach ihr selbstverwaltetes Vermögen an sich nehmen und ihrer Wege gehen. Vielmehr zeigt sich hier der Gedanke des Gesetzgebers, dass das in der Ehe erwirtschaftete Vermögen Teil einer gemeinsamen Lebensleistung ist. Ersichtlich wird dies vor allem bei Paaren, die in traditioneller Rollenverteilung leben. Hier könnte der Mann etwa im Laufe der Ehe durch Erwerbstätigkeit 100.000 Euro ansparen, die Ehefrau, die sich hingegen um die Kinder kümmerte, hätte jedoch keine eigenen Einkünfte. Ohne den Zugewinnausgleich würde sie dann unter Umständen ohne jegliches Vermögen dastehen.

Um dies zu verhindern, werden Anfangs- und Endvermögen der Ehepartner miteinander verglichen, §§ 1372 ff. BGB. Betrug das Vermögen des Ehemannes etwa zu Anfang der Ehe 10.000 Euro und hat er dann bis zur Zustellung des Scheidungsantrages 50.000 Euro angespart, so ist sein Vermögenszuwachs mit 40.000 zu beziffern. Hat die Ehefrau hingegen keinen Vermögenszuwachs zu verzeichnen, d.h. dass ihr Anfangs- und ihr Endvermögen bei der Scheidung gleich ist, erhält sie die Hälfte des von dem Ehemann erwirtschafteten Vermögenszuwachses, mithin 20.000 Euro. Die Realität ist natürlich selten so einfach wie das vorgenannte Beispiel. In der Realität kommen vielmehr zahlreiche Faktoren hinzu, die den Zugewinnausgleich vermindern oder vermehren können. Erbschaften werden beispielsweise dem Anfangsvermögen zugerechnet, § 1374 II BGB. Daneben wurde durch die Güterrechtsreform von 2009 dem "Vermögensverschleudern" der Riegel vorgeschoben. So wird dem Endvermögen auch etwa verschwendetes Vermögen zugerechnet, § 1375 II Nr. 2 BGB.

Gerade im Bereich des Scheidungsrechts und eventueller Zugewinnausgleichsansprüche empfiehlt sich die Beratung durch einen Anwalt für Familienrecht. Bitte kontaktieren Sie uns, um einen Beratungstermin zu vereinbaren.